Erzgebirge-Tour Juni 2009
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Vom 11. Juni bis 14. Juni flitzte ein kleiner Teil der Spezln übers Tschechische ins rund 400km entfernte sächsische Erzgebirge. Die klimatischen Bedingungen waren zunächst mehr als bescheiden. Bereits wenige Kilometer nach dem Start in Burghausen taten die zu Reisebeginn fluchs übergestreiften Regenkombis ihre Dienste – und das sollten sie bis zur Ankunft in Satzung auch die ganze Fahrt über tun. Im tschechischen kam dann noch sehr ungemütlich strenger Seitenwind dazu – wenigstens im Austausch mit dem erwähnten Regen ;)
Gegen 15:30 Uhr sind wir jedenfalls wohlbehalten angekommen. Nach einer Einweisung in die Hausregeln durch die Hausherrin und einer kurzen Ruhepause wurde zur Nahrungsaufnahme gerufen – wurde aber auch Zeit! Zumindest der Autor hatte sich mittags gegen die fette tschechische Erpelhälfte mit Semmelknödel und für Schweinsmedaillons mit Kartoffeln entschieden (von den Folgen der Wahl für den Erpel wird weiter unten noch berichtet) und dementsprechend herrschte schon wieder gähnende Leere in der Magengrube – über das gesamte Wochenende wurde dieser Mißstand jedoch erfolgreich bekämpft. Aber weiter im Text…
Gegenüber unserer Pension befindet sich eine Gaststätte und hier wird für kleines Geld der Hunger gestillt. Jetzt kommen wir auch auf die oben erwähnte Ente zu sprechen: die ist nämlich einem Spezl überhaupt nicht bekommen und ist ihm fast das ganze verlängerte Wochenende auf bzw. aus dem Magen geschlagen. Aus Unkenntnis dieser Tatsache wurde über den Grund seiner Abwesenheit an diesem Abend aus vollem Magen heraus wild spekuliert :-)
Aufgrund der für den folgenden Freitag bescheidenen Wetteraussichten entscheiden wir uns, den Ruhetag auf eben diesen zu legen und satteln die Pferde nur für einen Kurzausritt auf die Augustusburg. Der Autor geht keine Kompromisse ein und versieht die Textilkombi von Anfang an mit einer wasserdichten Oberhaut – er sollte recht behalten… Nach wenigen Kilometern geht der erste Schauer hernieder und der Rest der Truppe kleidet sich um. Auf der Burg angekommen scheint wieder die Sonne! Runter mit den Regenklamotten. Nach dem Besuch des Motorradmuseums stärken wir uns im Augustuskeller. Die anschließende Zigarette danach erfolgte bei Sonnenschein und straffem Wind – kurze Zeit später ging ein Graupelschauer nieder, der sich gewaschen hatte!
Die Temperatur sackte wieder ab… Brrrr! Auf unserer Rücktour nach Satzung wurden wir hartnäckig von Schauern und kleineren Unwettern belästigt, die das Fahren auf 2 Rädern nicht mehr ganz so lustig erscheinen lassen.
Aber nun zu erfreulicheren Dingen: der Samstag bringt Kaiserwetter und auch der noch immer stramm wehende Westwind kann daran den ganzen Tag nichts mehr ändern! Es ergibt sich ein Besuch in einer Waschanlage um den Dreck der vergangenen beiden Tage vom Ross zu spülen und um den Antrieb zu pflegen (wenngleich das bei 2 Modellen offensichtlich nicht notwendig war und ist). Nachmittags gehts hinauf auf den Fichtelberg. Ich bin erstaunt, das die Bilder dort oben doch einigermaßen geworden sind: es stürmt unerträglich und man kann kaum ruhig stehen, ganz nebenbei ist es saukalt. Schnell zurück ins Tiefland: es ist schon wieder Zeit, etwas nahrhaftes einzuwerfen und wir rasten im Gasthof zum Schützenhaus. Der Wirt erwähnt irgend etwas von einem Motorradtreffen doch da wollen wir nicht hin. Stattdessen machen wir einen Abstecher zur Eibenstock-Talsperre. Und auf was treffen wir: einen Biker-Treff. Rauf und runter rasen manche Dammische – wir machen uns alsbald wieder vom Acker. Auf dem Rückweg gehts nochmal über richtig schöne kurvige (enge!) Straßerl.
Der Sonntag beginnt kühl und sonnig und endet heiß und schwül.
Abschluß mit Blick auf Salzach und Burganlage auf Gessl’s Terasse bei Kaffe und Kuchen.
kurze Zusammenfassung
- unsere Unterkunft – sehr preiswert und gemütlich eingerichtet.
- Tourlänge: ca. 1300 – 1400km (je nach Motorradmodell – kein Scherz!)
- insgesamt niedriges Preisniveau; im nahen Tschechien kann man billig tanken
- manchen Strassen stände eine neue Decke besser zu Gesicht als der Hinweis: Achtung, Strassenschäden! Das Schild mag billiger sein, macht die Reparatur auf die Dauer aber teurer…
Sonstige Vorkommnisse
Der Schalthebel eines Motorrades us-amerikanischen Ursprunges brach bereits kurz hinter Bayrisch-Eisenstein unerwartet ab und erschwerte dem Piloten fortan das Schalten doch erheblich. Der Schaden wurde am folgenden Vormittag durch einen ortsansässigen KFZ-Meister professionell bei gleichzeitiger Verweigerung einer Entlohnung behoben. Unser Dank geht hiermit an die Autowerkstatt Melzer in Satzung! (Die ich im übrigen hier gern verlinkt hätte – in Ermangelung einer Homepage wird daraus aber nichts)